Studenten des Juristischen Institutes der Sibirischen Föderalen Universität sind die Sieger der nationalen Vorrunde vom Philip C. Jessup International Law Moot Court Competition! (ein rennomierter Moot Court im Bereich des Völkerrechts)

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Ein Fortbildungsseminar mit einem Professor aus England wurde im Juristischen Institut SFU durchgeführt

Am 15. und 16. Februar 2016 fand im Juristischen Institut SFU ein Fortbildungsseminar „Jurastudium in England, Case Law – Methodik im Studium“ statt. Dieses hielt Professor Stuart Weinstein von der Universität Coventry, ein weltweit bekannter Spezialist. Der humorvolle Professor erweckte mit seinem Fachwissen das Interesse der Zuhörer und beantwortete zahlreichenden Fragen.

Bei einem Teil des Seminars simulierte Prof. Weinstein mit Hilfe von Studenten der Rechtsvergleichenden Abteilung des Juristischen Instituts SFU die Arbeit mit Fällen. Daria Uschakowa, Aljona Kapelina, Daria Kasatschkowa, Maksim Grebnew, Irina Rykowanowa zeigten ihre Fähigkeiten, nicht nur Gerichtsentscheidungen zu analysieren, sondern auch auf Englisch aufzutreten.

Es verlief alles ohne das Einschreiten von Marina Lomaewa, Assistentin des Lehrstuhles für Arbeits- und Umweltrecht und professionelle Übersetzerin.

12 wichtigsten Fakten über den juristischen Beruf und das Jurastudium in England
(als Zusammenfassung des Seminars mit Professor Stuart Weinstein der Universität Coventry):

  1. Die Juristen in England sind in zwei Gruppen unterteilt, die Solicitors (die Mitglieder der selbstregulierenden Organisation der Solisitors) und die Barristers. Juristen ohne den einen oder den anderen Titel dürfen nicht praktizieren und jegliche juristische Arbeit zählt dann als Straftat.
  2. Der juristische Beruf gliedert sich auf: 
    Paralegals (die Mitarbeiter der Juristen); 
    Solicitors (die Juristen im allgemeinen Sinn, ihr Aufgabenbereich reicht von der Ausfertigung einer Urkunde und Beratung bis hin zur Vertretung im Gericht (nicht bei den höheren Gerichten)); 
    Barristers (die gerichtlichen Juristen, die nur für die Vertretung vor Gericht zuständig sind).
  3. In dem Regelfall arbeiten die Barristers mit ihren Mandanten nie allein. Deshalb müssen die Mandanten die Leistungen von mind. 2 Juristen bezahlen.
  4. Die Richterschaft rekrutiert sich aus den Barristers. Es ist ziemlich interessant, anzumerken, dass Lord Johnathan Sampson als Richter des Obersten Gerichtshofs Englands ohne praktische Erfahrungen eingestellt wurde. Sein letzter Gerichtsfall war der Fall „Beresowski gegen Abramowitsch“, in dem er den letzter vertritt.
  5. In England gibt es sehr viele Wege zum Status des Juristen und viele Möglichkeiten, praktischen Erfahrungen zu sammeln, z.B. 
    Jurastudium + Praktische Kurse (Barristers und Solicitors) 
    Praktische Kurse der Paralegals + Praxis + zusätzliche Kurse + Prüfung usw.
  6. Das Rechtsinstitut der Barristers existiert ununterbrochen schon seit Mittelalter.
  7. Das Jurastudium dauert, abhängig von der konkreten Universität, im Regelfall 5-6 Jahre. 3 Jahre Studium + 1 Jahr praktischer Tätigkeit für Solicitors und Barristers + 2 Jahre des „schülerhaften“ Kontakt (für Solicitors) / 1 Jahr (für Barristers).
  8. Das Jurastudium in England wird durch die Juristische Assoziation „Joint Academic Stage oversight“ kontrolliert, die sich aus Solicitors und Barristers zusammensetzt.
  9. Das Jurastudium hängt von dem Erfolg der ausländischen Studenten ab. Die Universitäten sind offen für die Studenten aus anderen Ländern.
  10. Heutzutage besteht die Abschlussnote nur aus den Noten des 3.Studienjahres, weswegen die Studenten in den ersten zwei Jahren ein bisschen faul sind.
  11. Es fehlen das Unterordnungsverhältnis zwischen den Lehrkräften und Studenten.
  12. Die Professoren in England sind der Meinung, dass sich die Krise im Bereich der Ausbildung vertiefen wird. Der Lohn ist niedrig, das Pensum von Papierarbeit und Berichten wächst, die Studenten haben keine Lust zu studieren und beklagen sich immer wegen ungerechten Noten.      

Das Seminar wurde vom Lehrstuhl für Auslandsrecht und Rechtsvergleich des Juristischen Institutes vorbereitet.

Übersetzung: Anastasia Kondratenko